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Strategische Metalle

Bei "Strategische Metallen" handelt es sich um eine Definition aus dem Finanzsektor. Im Gegensatz zu den Industriemetallen wie Kupfer, Zinn oder Eisen besitze sie häufig einzigartige physikalische Eigenschaften. Aufgrund ihrer Seltenheit und neuen technologischen Anwendungen rücken die Strategischen Metalle immer mehr in den Fokus der Anleger.

Niob und Tantal zeichnen sich beispielsweise durch ihre hohe Schmelztemperatur (3000 °C) aus. Überall wo besonders hohe Ansprüche an Düsen, Schneidstähle oder Triebwerke gestellt werden, werden Tantal-Niob-Legierungen eingesetzt. Während vom Niob 15.000 Tonnen jährlich abgebaut werden, liegt die Jahresproduktion des Schwermetalls Tantal nur bei 850 Tonnen. Tantal besitzt die Fähigkeit, eine dickte Oxidschicht auszubilden, was für die Herstellung von Hochleistungskondensatoren ausgenutzt wird. 

Niob besitzt zudem die zukunftsweisende Eigenschaft, bei 9,2 Kelvin supraleitend zu werden, d.h. den elektrischen Strom bei dieser niedrigen Temperatur ohne Widerstand leiten zu können. 

Lithium gehört ebenfalls zu den strategischen Metallen. Es leitet den Strom 18 mal so gut wie Kupfer. Sein flüssiger Aggregatzustand reicht von 180 °C bis 1317 °C. Somit ist es bei einer weiten Bandbreite an Temperaturen einsetzbar, z.B. in Wärmetauschern und Kühlaggregaten. Lithium-Ionen Akkus ermögichen derzeitig die Herstellung von Elektrofahrzeugen mit einer Reichweite von über 300 km, der Lithium-Einsatz steckt jedoch noch erst in den Kinderschuhen. Handy's, tragbare Elektronikgeräte wie Tablet-Computer nutzen gerne die enorme Energiedichte der Lithium-Ionen Akkus.

Während die Industriemetalle Platin und Palladium mitlerweile bereits in Barren- und Münzenform Investoren zur Verfügung stehen, stellen die übrigen Platinmetalle wie z.B. Rhenium, Rhutenium noch die absolute Ausnahme da. Dabei lässt die Seltenheit des Rheniums das Gold ziemlich schwach aussehen. Während jährlich 2500 Tonnen Gold gefördert werden liegt die Ausbeutde beim Rhenium schätzungsweise bei gerade einmal 6 (!) Tonnen. 

Weitere Strategische Metalle stehen in Sachen Industrieanwendungen bereits in den Startlöchern für weitaus umfassendere Anwendungsgebiete. Indium, Rhodium, Osmium und Iridium erfüllen bereits heute wertvolle Dienste wenn es um Härte, Korrisionsbeständigkeit, Strahlenschutz oder katalisatorische Reaktionen geht. Indium ist möglicherweise das erste Metall, das nicht mehr gefördert werden kann, da sich seine Abbaugebiete erschöpft haben - wahrscheinlich bereits in diesem Jahrzehnt.

Egal welche Industrie- und Technologieanwendungen in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden - einige dieser seltenen strategischen Metalle haben ihre Blütezeit erst noch vor sich. Langfristige Investoren sitzen die starke Volatilität der strategischen Metalle einfach aus und warten in weiser Voraussicht auf ihre grosse Stunde. 


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