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Seltene Erden

Als Seltene Erden bezeichnet man die Elemente der 3. Nebengruppe des Periodensystems mit Ausnahme der Actinoiden.

Sie besitzen einzigartige physikalische Eigenschaften, die für zahlreiche Hochtechnologie-Anwendungen unverzichtbar sind.

Die Bezeichnung "Seltene Erden" hat eigentlich nichts mit ihrer Seltenheit zu tun. Selbst das seltenste SE-Metall Thulium ist immer noch häufiger in der Erdkruste vertreten als beispielsweise Gold oder Platin. Die Seltenheit bezieht sich auf den Umstand, dass SE-Metalle in der Natur nie in reiner Form auftreten, sondern immer in Verbindung mit anderen Elemente. Die Trennung der Reinelemente ist somit aussergewöhnlich komplex.

95% der Seltenen Erden (insbesondere die schweren SE-Metalle) stammen aus China. Nur im Reich der Mitte liegt die Konzentration dieser Metalle in der Erdkruste in einer entsprechend hohen Konzentration vor, dass sich hier der Abbau lohnt. Da China die hochtechnologische Produktion gerne im eigenen Land behalten möchte, werden diese Rohstoffe nur reglementiert und begrenzt ausgeführt. Kein Wunder, dass diese knappen und wichtigen Industriemetalle in das Blickfeld vieler zukunftsorientierter Investoren gelangt ist, die hauptsächlich im Aktienmarkt investieren.

Hochtechnologie ist ohne die einzigartigen Eigenschaften bestimmter Seltener Erden-Metalle nicht möglich. Für die Herstellung eines durchschnittlichen Hybrid-Fahrzeugs benötigt man etwa 20kg SE-Metalle. Miniturisierte Elektromotoren und Generatoren benötigen starke Permanent-Magneten in Kleinstbauweise, wofür das SE-Metall Neodym unverzichtbar ist. Auch in der Solar-Energieerzeugung finden viele Seltene-Erden-Metalle ein einzigartiges Anwendungsfeld, das noch in den Kinderschuhen steckt. Auch die Eigenschaften der SE-Metalle als Katalysatoren für chemische Reaktionen machen viele von ihnen unverzichtbar. Cer und Lutetium benötigt man z.B. zur Herstellung von Polymeren. Dysprosium und Thulium absorbieren Neutronen in Kernkraftwerken. Gadolinium spielt in der Kältetechnik ein besondere Rolle. Samarium befindet sich in den Permanentmagneten vieler Kopfhörer. Ytterbium benötigt man in der Röntgentechnik und in der Hochleistungskeramik. 

In Zukunft werden die Anwendungsfelder Seltener Erden weiter anwachsen. Der Rohstoffsektor wird aber auch von politischen Faktoren mitbestimmt. Schnell kann das Angebot wichtiger SE-Metalle durch strategische Entscheidungen zurückgefahren werden, insbesondere in Asien.

Es lohnt sich also, z.B. als langfristig denkender Investor, über die zukünftige Bedeutung der seltenen Erden gut informiert zu sein.  
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