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Niob

Niob mit der Ordnungszahl 41 gehört gemeinsamm mit Vanadium und Tantal zu den Vanadium-Metallen. In der Natur findet man es hauptsächlich in Verbindung mit Tantal, deren Isotope über einen Ähnlichen Atomradius verfügen.

Man verwendet Niob hauptsächlich als Legierungszusatz, um die Festigkeit und Zähigkeit von Stahl signifikant zu steigern. 0,01 bis 0,1 Prozent Niob als Legierungszusatz reichen bereits für eine hohe Verbesserung von Stahl aus. Der aktuelle Weltmarktpreis (Stand Mai. 2014) steht bei etwa $50 pro Kilogramm. Obwohl es zu den Seltenen Erden gehört, werden jährlich ca. 15.000 Tonnen Niob gefördert. Damit ist es ein beliebter Ersatz für Wolfram oder Tantal (das wesentlich teurer ist).

Eingesetzt wird es zudem in Raketenantrieben, Schneiddüsen, chemische Katalysatoren, Gasturbinen, Anodenmatieral, Ofenbau, Halogenglaskolben und weitere Hochtemperatur-Anwendungen. Eine wichtige Rolle spielt das Vanadium-Metall Niob in der Supraleiter-Technologie. Unterhalb von 9,5 Kelvin ist Niob ein Supraleiter des Typ's 2. Als Legierung mit Zinn und Germanium erreicht es Sprungtemperaturen von 18-23 Kelvin (-250 C°) bei einer Magnetfeldstärke von bis zu 20 Tesla. Wir finden es demnach als Legierungszusatz tonnenweise in experimentellen Fusionsreaktoren und Teilchenbeschleunigern als Bestandteil der Magnetspulen sowie der Isolierung. 

Wegen seiner bläulichen Färbung findet Niob auch in der Münz- und Schmuckherstellung sein Anwendungsfeld. 

Niob bildet an der Luft eine Passivschicht (Schutzschicht), die es vor Oxidation schützt. Ein einziges Gramm Niob ist in der Lage, etwa 100 cm3 Wasserstoff aufzunehmen, weshalb es auch in der Vakuumtechnik eingesetzt wird. 

Es liegt auf der Hand, dass sich für Niob auch in Zukunft weitere Anwendungsfelder ergeben, was sich auf die industrielle Nachfrage als auch auf den Preis auswirken wird. 
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